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Teppichknüpfkunst in HerekeIn Hereke werden schon seit Jahrhunderten von den dort ansässigen Fischern Teppiche für den Eigenbedarf geknüpft – wie es überall unter den Turkvölkern üblich ist. Berühmtheit erhielt das kleine Fischerdorf Hereke, das an einer Bucht am Ufer der Marmarasee gelegen ist, durch die Königliche Hofmanufaktur, in der ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die berühmten Hereke Teppiche geknüpft wurden. Diese besonders schönen und luxuriösen Teppiche verkörpern den bisher unerreichten Höhepunkt der Teppichknüpfkunst weltweit. Der osmanische Herrscher Abdulmejid I. gründete 1843 die Königliche Hofmanufaktur in Hereke, um hier Teppiche, Gewebe, Polsterungen und Vorhänge ausschließlich für den Osmanischen Hof herstellen zu lassen. In dieser Zeit hatte der Herrscher Abdulmejid I. den Bau des Dolmabahçe Palastes am Ufer der Marmarasee in Istanbul in Auftrag gegeben. Es war der erste Palast in europäischem Stil. In ihm ist der weltgrößte Kronleuchter aus Böhmischem Kristall zu finden. Er ist ein Geschenk der britischen Königen Victoria. Hier ist die weltweit größte Sammlung an Kronleuchtern aus böhmischen und Baccarat Kristall beherbergt und es gibt sogar eine Treppe aus Baccarat Kristall. 140 Teppiche und 115 Gebetsteppiche bedecken über 4.500 m² des Palastes.
Eine andere Legende erzählt folgendes: Sultan Abdulmejid I gab zwei osmanischen Armeniern den Auftrag, die Königliche Als der Sultan über die Marmarasee nach Izmit fuhr, um den Fortgang der Bauarbeiten zu kontrollieren, sah er das neue Gebäude in Hereke. Er fragte die beiden, was das für ein Gebäude sei. Da sie die Strafe des Sultans wegen der Unterschlagung eines Teiles des Geldes fürchteten, logen sie und erzählten, dies sei die neue Königliche Hofmanufaktur, die sie hier statt in Izmit gebaut hätten, weil Hereke näher an Istanbul gelegen wäre und dass sie den Sultan überraschen wollten. Die besten Künstler und Meister der Teppichknüpfkunst wurden in Hereke versammelt, um die Teppiche in der Königlichen Hofmanufaktur zu knüpfen. Der Sultan erleichterte ihre Ansiedlung durch die Anerkennung der vollen Siedlungs- und Bürgerrechte, sowie durch großzügige Steuervergünstigungen. Teppichknüpferei in Hereke - gestern und heute
In der Gegenwart erhielt zum Beispiel der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Bill Clinton, während seines Staatsbesuches in Istanbul im Dezember 1999, einen Hereke Teppich als Geschenk überreicht. Nach dem Ende des Osmanischen Reiches am 24. März 1924 kam die Herstellung der Hereke Teppiche fast vollständig zum Erliegen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts belebten einige Knüpfmeister in Hereke diese Tradition aufs Neue. Bis heute haben die echten Hereke Teppiche nichts von ihrer Faszination, ihrer Schönheit, ihrem Luxus und der Eleganz verloren |





Als Grund, warum die Königliche Hofmanufaktur in Hereke gegründet wurde, erzählen sich die Einwohner Herekes die Sage, nach der Sultan Abdulmejid I. während einer Spazierfahrt über die Marmarasee die malerisch gelegene Bucht mit dem Ort Hereke fand. Er sei von der Schönheit und Beschaulichkeit dieses Ortes so beeindruckt gewesen, dass er beschloss, hier die königliche Hofmanufaktur errichten zu lassen.
Hofmanufaktur in Izmit zu gründen. Die beiden Armenier nahmen einen Teil des Geldes und bauten eine zweite Manufaktur in Hereke mit der Absicht, dort ihre eigenen Geschäfte zu machen.
